Ihre Kamera hat kein GPS. Ihr iPhone war in Ihrer Tasche.

Importieren Sie einen Tag voller Canon-, Nikon-, Sony- oder Fujifilm-Aufnahmen, und keine davon weiß, wo sie entstanden ist. Die iPhone-Aufnahmen desselben Tages wissen es. Photo Geotag gleicht die beiden Zeitleisten ab und setzt die Kamerafotos anhand des Wegs des Telefons — nachdem das eine korrigiert wurde, das immer zuerst schiefgeht.

Der Arbeitsablauf

Das Uhrenproblem — warum naives Abgleichen scheitert

Kamerauhren gehen auf zwei zuverlässige Arten falsch. Auf Reisen bleibt die Kamera auf Heimatzeit — genau eine oder mehrere volle Stunden daneben. Und im Alltag driftet die Uhr einfach, weil niemand sie sekundengenau stellt.

Zeitleisten abzugleichen, ohne das zu korrigieren, scheitert nicht laut — es scheitert plausibel. Vier Minuten Versatz ziehen jeden abgeleiteten Pin ein paar hundert Meter die Straße hinunter. Die Pins sehen richtig aus. Sie sind alle falsch.

Photo Geotag erkennt den Versatz, indem es abgleicht, wann jedes Gerät ausgelöst hat — dieselben Ereignisse, von beiden fotografiert, ergeben eine scharfe Übereinstimmung beim tatsächlichen Versatz, die auf volle Stunden einrastet, wenn genau das gefunden wird. Die Erkennung schlägt vor; Sie entscheiden, an einem Regler, der jeden Pin live auf der Karte wandern lässt. Einmal pro Kamera bestätigen — und jeder Vorschlag rechnet mit der korrigierten Zeit.

Welche Kameras?

Jede Kamera, deren Fotos in Apple Photos landen — RAW oder JPEG. Die App unterscheidet Geräte daran, wie sie ihre Dateien benennen und dimensionieren; ein Tag mit zwei Kameras sortiert sich also von selbst:

Dateien wieTypischerweise
IMG_2847.CR3, _MG_2847.CR2Canon-EOS-Gehäuse
DSC_2847.NEFNikon Z- und D-Serie
DSC02847.ARWSony α
DSCF2847.RAFFujifilm X und GFX
P8080123.ORF, _8080123.RW2OM System / Panasonic

Jede Kamera bekommt ihren eigenen Uhrenversatz — die Fuji darf eine Stunde danebenliegen, während die Drohne sekundengenau ist, und beide landen trotzdem dort, wo sie sollen.

Scans und alte Mediatheken ebenso

Dieselbe Maschinerie übernimmt die andere Hälfte des Problems: gescannte Abzüge, aus WhatsApp und AirDrop gesicherte Bilder, Aufnahmen, bei denen das GPS drinnen nie eingerastet ist. Wenn es in Ihrer Zeitleiste zwischen zwei Fotos mit Ortsangabe liegt, lässt es sich verorten — und wenn es sich nicht ehrlich verorten lässt, sagt die App das, statt zu raten. Wie die Herleitung funktioniert →

Lieber das GPS in einer Datei?

Exportieren Sie bestätigte Ortsangaben als GPX-Track und geben Sie ihn an Lightroom, exiftool oder ein beliebiges Geotagging-Werkzeug, das Sie ohnehin nutzen — Ihre Fotos-Mediathek bleibt unangetastet.

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